Unternehmerlohn durch die „netto Brille“ – ein Irrtum mit Folgen

Ein Unternehmer muss seinen Unternehmermohn mit mindestens 75,00 € kalkulieren, wenn er ein Nettoeinkommen erzielen will, das dem durchschnittlichen Einkommen eines Arbeitnehmers entspricht.

Werden bei der Kalkulation noch die meistens überdurchschnittliche Qualifikation und Berufserfahrung berücksichtigt die Selbständige in der Regel mitbringen, kommt man im Ergebnis auf einen zu kalkulierenden Unternehmerlohn, der eher zwischen 100,00 € und 120,00 € anzusiedeln ist.

Wer sich als Arbeitnehmer nebenberuflich selbständig macht oder aber als Existenzgründer noch die „Netto Brille“ eines Arbeitnehmers aufsetzt, läuft Gefahr, dass er seinen Unternehmerlohn zu gering ansetzt.

Seinen Unternehmerlohn jedoch korrekt zu kalkulieren ist gerade in Zeiten harten Wettbewerbes eine elementare Voraussetzung, wenn man sich am Markt dauerhaft behaupten will. Denn wer zu billig anbietet, nur um den Auftrag zu erhalten, und in Unkenntnis der unteren Schmerzgrenze seiner Kalkulationsgrundlage, sieht sich nach einiger Zeit ernsthaften Liquiditätsschwierigkeiten gegenübergestellt.

Doch wie kommt es zu diesem „Netto Fehler“?