Steuerbescheide leichter korrigierbar

Der neue § 173a AO lässt Änderungen für alle Steuerbescheide zu, die nach dem 31.12.2016 erlassen worden sind. Die Korrektur liegt im Ermessen der Finanzbehörde, falls alle Voraussetzungen erfüllt sind. Die Beweislast, dass Schreib- oder Rechenfehler bei der Erstellung der Steuererklärung unterlaufen sind, erfolgt nach den allgemeinen Grundsätzen.

Schreibfehler sind insbesondere Rechtschreibfehler, Wortverwechslungen, Wortauslassungen oder fehlerhafte Übertragungen. Rechenfehler sind z. B. Fehler bei der Addition, Subtraktion, Multiplikation oder Divison sowie bei der Prozentrechnung. Die Fehler müssen durchschaubar, eindeutig und augenfällig sein. Dies ist dann der Fall, wenn der Fehler für jeden unvoreingenommenen Dritten klar und deutlich identifizierbar ist.

Die Korrektur kann bis zum Ablauf der Festsetzungsfrist (regelmäßig vier Jahre) in Anspruch genommen werden.

Dok.-Nr. 0445821
Deutscher Steuerberaterverband e. V.
Mitteilung vom 30.01.2017